Zusammenhang zwischen Nenndruck, Betriebsdruck, Auslegungsdruck und Prüfdruck

PN10 PN16 Absperrklappe

1. Nenndruck (PN)

Nenndruck vonAbsperrklappeEs handelt sich um einen Referenzwert, der die Druckbeständigkeit von Rohrleitungssystemkomponenten angibt. Er bezieht sich auf den Auslegungsdruck in Abhängigkeit von der mechanischen Festigkeit der Rohrleitungskomponenten.

Der Nenndruck einer Absperrklappe entspricht der Druckfestigkeit des Produkts (im Folgenden: Ventile) bei der Basistemperatur. Unterschiedliche Materialien weisen unterschiedliche Basistemperaturen und Druckfestigkeiten auf.

Der Nenndruck wird durch das Symbol PN (MPa) dargestellt. PN ist eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen, die als Referenz für die mechanischen Eigenschaften und Abmessungen der Rohrleitungskomponenten dient.

Bei einem Nenndruck von 1,0 MPa wird dieser als PN10 angegeben. Die Referenztemperatur beträgt für Gusseisen und Kupfer 120 °C, für Stahl 200 °C und für legierten Stahl 250 °C. 

2. Arbeitsdruck (Pt)

Arbeitsdruck vonAbsperrklappeDer Betriebsdruck ist der maximale Druck, der auf Grundlage der maximalen Betriebstemperatur jeder Ebene des Transportmediums in der Pipeline für den sicheren Betrieb des Pipelinesystems festgelegt wird. Vereinfacht ausgedrückt ist der Betriebsdruck der maximale Druck, dem das System im Normalbetrieb standhalten darf.

3. Auslegungsdruck (Pe)

Der Auslegungsdruck einer Absperrklappe bezeichnet den maximalen momentanen Druck, der vom Druckleitungssystem auf die Innenwand der Klappe ausgeübt wird. Der Auslegungsdruck wird zusammen mit der zugehörigen Auslegungstemperatur als Auslegungslast verwendet und darf nicht unter dem Betriebsdruck liegen. Im Allgemeinen wird bei der Auslegung der höchste Druck, dem das System standhalten kann, als Auslegungsdruck gewählt.

4. Prüfdruck (PS)

Bei eingebauten Ventilen bezieht sich der Prüfdruck des Absperrklappenventils auf den Druck, den das Ventil bei der Durchführung von Druckfestigkeits- und Luftdichtheitsprüfungen erreichen muss.

Druckprüfung der Absperrklappe
Druckprüfung des Absperrventils

5. Beziehung zwischen diesen vier Definitionen

Der Nenndruck bezieht sich auf die Druckfestigkeit bei der Basistemperatur, ist aber in vielen Fällen bei dieser Temperatur nicht anwendbar. Mit der Temperaturänderung ändert sich auch die Druckfestigkeit des Ventils.

Bei einem Produkt mit einem bestimmten Nenndruck wird der Betriebsdruck, dem es standhalten kann, durch die Betriebstemperatur des Mediums bestimmt.

Der Nenndruck und der zulässige Betriebsdruck desselben Produkts unterscheiden sich bei verschiedenen Betriebstemperaturen. Aus Sicherheitsgründen muss der Prüfdruck höher als der Nenndruck sein.

Im Ingenieurwesen gilt: Prüfdruck > Nenndruck > Auslegungsdruck > Betriebsdruck.

JedeVentil einschließlichAbsperrklappeAbsperr- und Rückschlagventile von ZFA Valve müssen vor dem Versand einer Druckprüfung unterzogen werden. Der Prüfdruck muss mindestens dem Prüfstandard entsprechen. Im Allgemeinen beträgt der Prüfdruck für das Ventilgehäuse das 1,5-fache des Nenndrucks und für die Dichtung das 1,1-fache des Nenndrucks (die Prüfdauer beträgt mindestens 5 Minuten).